Saison für Früchte des Sommers

Saison für Früchte des Sommers Foto: Darthcharmander - fotolia/Nestlé Ernährungsstudio

Region. Sommerfrüchte sind erfrischend und eignen sich als Snack für zwischendurch oder als leckerer Nachtisch. Darüber hinaus liefern sie dem Körper wichtige Nährstoffe. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt täglich zwei Portionen Obst mit je 125 g. Mit knackigen Beeren, saftigen Pflaumen oder aromatischen Kirschen lässt sich die Empfehlung einfach umsetzen. Das Nestlé Ernährungsstudio stellt sechs Sommerfrüchte und die enthaltenen Nährstoffe vor.
 
Beerige Zeiten
Himbeeren, Johannisbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren überzeugen neben ihrem Geschmack auch durch ihren hohen Gehalt an Ballaststoffen. 100 g Schwarze Johannisbeeren liefern 6,8 g Ballaststoffe. Die DGE empfiehlt, täglich mindestens 30 g Ballaststoffe aufzunehmen. Ballaststoffe sorgen dafür, dass nach einer Mahlzeit der Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigt und relativ lange gleichmäßig hoch bleibt. „Außerdem sind Beeren gute Vitamin-C-Quellen. Das Vitamin unterstützt die Funktion des Nervensystems, Energiestoffwechsels und Immunsystems. Darüber hinaus schützt es Zellen vor oxidativem Stress“, erklärt Dr. Elke Arms, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio. Schwarze Johannisbeeren haben besonders viel Vitamin-C. Frische Beeren haben eine glänzende Oberfläche und fühlen sich fest an. Weil die Früchte druckempfindlich sind, sollten sie vorsichtig transportiert und sofort nach dem Einkauf gewaschen sowie verzehrt werden. Für kurze Zeit lassen sie sich am besten im Gemüsefach des Kühlschranks lagern.
 
Saftige Pflaumen
Zu Quarkspeisen und Knödeln passen Pflaumen sehr gut. Herzhaften Fleisch-Gerichten verleihen sie ein besonderes, süß-säuerliches Aroma. Ihre blau-violette Färbung erhalten die Pflaumen aus den Anthocyane, die als sekundäre Pflanzenstoffe im Körper antioxidativ wirken. Diese können beispielsweise die Zellen vor aggressiven Umwelteinflüssen schützen. Weil Pflaumen reif am besten schmecken, sind ausgefärbte, nicht zu harte Früchte empfehlenswert. Frische Pflaumen lassen sich darüber hinaus an einem Reifbelag erkennen. „Diese dünne, wachsartige Schicht sorgt dafür, dass die Früchte nicht so schnell austrocknen, und verlängert dadurch die Haltbarkeit“, so Dr. Elke Arms.
 
Gut Kirschen essen
Auch bei Kirschen darf gerne zugegriffen werden. Die roten Früchte enthalten Vitamin C und Folsäure. Im menschlichen Körper ist Folsäure wichtig für den Prozess der Zellteilung und ist damit am Aufbau von Gewebe beteiligt. Darüber hinaus unterstützt das Vitamin aus der B-Gruppe die normale Blutbildung sowie Immunabwehr und fördert die geistige Leistungsfähigkeit. Die Farbe des Stiels verrät, wie frisch die Kirschen im Supermarkt oder am Marktstand sind: je grüner, desto frischer. Unbeschädigte, pralle und glänzende Früchte sind zu bevorzugen. Ein Mythos warnt davor, Kirschen zu essen und dazu Wasser zu trinken. Diese Kombination verursacht angeblich Bauchschmerzen. „Heute wissen wir, dass diese Legende aus einer Zeit stammt, in der das Trinkwasser aus Brunnen kam und von mangelhafter Qualität war. Die im Wasser enthaltenen Keime oder Hefepilze gärten zusammen mit den Kirschen oder anderem Steinobst im Bauch“, erklärt Dr. Elke Arms. Heute sind solche Bedenken ungerechtfertigt.
 
Birnen: wahre Tausendsassa
Es gibt mehrere tausend Sorten Birnen. In Deutschland werden vor allem die Sorten Alexander Lucas, Conference und Williams Christ angebaut. Das Kernobst ist eine gute Quelle für Ballaststoffe. Birnen enthalten außerdem viel Chrom. Dieser Mineralstoff ist für den Kohlenhydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel im Körper wichtig. Zu Hause werden Birnen am besten getrennt von anderen Früchten gelagert. „Sie scheiden das Reifungs-Gas Ethylen aus. Das Gas ist für den Menschen unbedenklich, beschleunigt aber den Reifeprozess anderer Früchte und lässt sie schneller verderben“, so Dr. Elke Arms. Andererseits eignet sich dieser Effekt auch, um beispielsweise harte Avocados schneller reifen zu lassen.
 
Weintrauben: spätsommerlicher Genuss
Weintraumen sind besonders im Mittelmeerraum beliebt, wachsen dort gut und gelangen aus dem Süden Europas in die Supermärkte hierzulande. Die kleinen, runden Früchte enthalten wie auch Kirschen reichlich Folsäure. Am besten lassen sich Weintrauben im Obstfach des Kühlschranks bei etwa 5 Grad bis zu 14 Tage lagern.
 
Aprikosen: Vitamin A-Quelle
Aprikosen gelten ebenfalls als Sommerfrüchte und liefern viel Beta-Carotin, das der Körper zu Vitamin A umwandelt. Vitamin A ist sowohl für den Sehvorgang als auch für gesunde Haut und Schleimhäute bedeutend. In den Einkaufskorb kommen am besten nur reife Früchte. „Der Gehalt an Beta-Carotin steigt mit dem Grad der Reife an. Je gelber und reifer die Aprikosen sind, desto mehr des Nährstoffs steckt in ihnen“, verrät Dr. Elke Arms. Auch die Haut der Frucht verrät viel über ihren Zustand: Ist sie glatt und weich, deutet das auf eine frische und reife Aprikose hin. Eine reife Frucht verströmt außerdem ein intensives Aroma. Alternativ eignet sich die Druck-Probe, um herauszufinden, ob die Früchte reif sind: Bei leichtem Druck gibt die Haut etwas nach.
 
Aprikosen-Madeira-Sorbet
Doch nicht nur pur schmecken Aprikosen gut. Aus ihnen lässt sich auch ein erfrischendes Sorbet für die heißen Sommertage zubereiten:
Etwa 1 kg Aprikosen waschen, halbieren, den Stein entfernen und die Hälften nochmals teilen.
Diese in einem Topf mit dem Saft einer halben Zitrone, 250 g Zucker und 200 ml Madeira-Wein aufkochen, umrühren und zugedeckt bei geringer Wärmezufuhr circa 3 Minuten kochen lassen.
Topf sofort von der Kochstelle ziehen und etwas abkühlen lassen.
Ca. 1/4 der Fruchtstücke herausnehmen, enthäuten und in kleine Würfel schneiden.
Die restlichen Fruchtstücke mitsamt der Garflüssigkeit pürieren.
Mit Zimt (etwa 3 Messerspitzen) nach Geschmack würzen und abschmecken. Die Aprikosenwürfel unter die Sorbetmasse heben.
Die Sorbetmasse auf 2 große flache Schalen verteilen und circa 1 Stunde gefrieren lassen.
Während des Gefrierprozesses die Masse 3 Mal mit einem Gummispachtel vorsichtig durchrühren, damit sich keine Eiskristalle bilden.
 
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