„Leuchtturm der Schullandschaft“

Die Freude, den Schlüssel an die Schüler der Robert-Reiss-Oberschule zu übergeben, ist allen Beteiligten anzusehen. Die Freude, den Schlüssel an die Schüler der Robert-Reiss-Oberschule zu übergeben, ist allen Beteiligten anzusehen. Foto: sn

Bad Liebenwerda  Auch wenn zum Schuljahresstart am 20. August die rund 200 Schüler der siebenten bis zehnten Klassen und die 20 Lehrer das neue Gebäude schon in Besitz genommen hatten, wurde nun durch Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst und Landrat Christian Heinrich-Jaschinski die neue Landkreis Oberschule Robert Reiss offiziell der neuen Verwendung übergeben. In der Heinrich-Heine Straße 42 entstand das neue Schulgebäude, nur wenige Meter hinter dem alten.
Die Bauarbeiten wurden bei laufendem Unterricht erledigt. Genau das verlangte nicht nur Bauleute und Planer, sondern auch Lehrpersonal und Schüler einiges ab. „Mit dem neuen Gebäude wurden die Weichen in Richtung Zukunft gestellt“, sagte der Landrat während seiner Ansprache und unterstrich, dass man eine Menge Geld für kommende Generationen in die Hand genommen habe und es zudem das größte Investitionsprojekt zurückliegender Jahre sei. Mit 7,2 Millionen Euro in der Kalkulation gelang in der Fertigstellung eine Punktlandung. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, vor allem die Fachkabinette, die Mediathek, eine Cafeteria, der barrierefreie Zugang und natürlich die Aula für rund 200 Plätze – rundum ein Haus mit allen Qualitäten, die eine Schule bieten sollte. Damit der Landkreis Elbe-Elster ein leistungsfähiger Schulträger ist, wird natürlich der Wunsch nach Digitalisierung nötig, hier sei das Land gefordert.
Recht überzeugend präsentierten die Schüler die Veränderungen in ihrem Film. Ein Schüler lief noch einmal durch das alte Haus und wechselte dann in das neue Gebäude. Aber auch sonst zeigten die Jugendlichen in ihrem Programm, wie vielfältig ihr Unterricht ist, präsentierten Hobbys und nahmen dann sogar den Schlüssel von Schulleiter Hartmut Schmidt entgegen. Er meinte stolz: „Es wurde hier beim Bau einfach an alles gedacht!“ Architektin Judith Poller von FI plan Finsterwalde, die mit ihrem Team das Haus projektierte, sagte, dass etwa 40 ausführende Firmen und Gewerke beteiligt waren.
„Das Schönste ist jedoch, wenn ein Haus in die Nutzung übergeht“, so Judith Poller. Die Bildungsministerin Britta Ernst freute sich zu hören, dass die Schule schon jetzt vernetzt und verzahnt mit den Menschen der Region sei. Der Name Reiss zeige diese besondere Art. „Die guten Räume sind Ausdruck der Wertschätzung der Schüler“, meinte die Ministerin und nannte die neue Oberschule einen „Leuchtturm der brandenburgischen Schullandschaft“. 

SWB/sn